"Naturschutzengagement der Jäger ausreichend würdigen – Jagdsteuer abschaffen!" |
FDP Kreisverband Merzig-Wadern:
"Naturschutzengagement der Jäger ausreichend würdigen – Jagdsteuer abschaffen!"
Der FDP Kreisverband Merzig-Wadern hat in seiner gestrigen Vorstandssitzung ihre Forderung nach Abschaffung der Jagdsteuer erneut bekräftigt.
Kreisvorsitzende Marion Etringer: " Die Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Sie kümmern sich um die Beseitigung von Unfallwild, die Bekämpfung von Seuchen, sowie die Errichtung von Biotopen. Wenn wir den Jägern im Kreis dafür noch Steuern auferlegen, ist die Ausübung dieser für die Gesellschaft wichtigen ehrenamtlichen Aufgaben gefährdet. Deswegen fordert die FDP im Landkreis die Abschaffung der Jagdsteuer und wird dies entsprechend in ihrem Kommunalwahlprogramm aufnehmen!"
Zum Hintergrund: Die Jagdsteuer wurde vor rund zwei Jahrhunderten eingeführt, als die Ausübung des Jagdrechtes noch ausschließlich auf Gewinnerzielung aus der Jagd ausgerichtet war. Im Saarland dürfen laut Kommunalabgabengesetz (KAG) Gemeindeverbände und freie Kreisstädte die Jagdsteuer als Aufwandsteuer erheben. Dabei werden bis zu 20% auf den Pachtzins als Jagdsteuer abgeführt.
Etringer: "Die Rahmenbedingungen für diese Steuer haben sich deutlich verändert. Bei den Jägern steht nicht mehr nur die eigentliche Jagdausübung im Vordergrund, sondern auch Naturschutzmaßnahmen und freiwillige Leistungen für Kommen und Gesellschaft. Dies sind Aufgaben, die nicht nur großes Engagement verlangen, sondern für die Jäger auch sehr kostenintensiv sind."
Im Regionalverband Saabrücken habe man den Steuersatz für die Jagdsteuer bereits auf 0 Prozent abgesenkt, da dies bei der momentanen Gesetzeslage der schnellst umsetzbare Weg war. Der Kreisvorstand der FDP Merzig-Wadern fordert diese Maßnahme als ersten Schritt auch für den Kreis Merzig-Wadern. Im Gegenzug für den Verzicht auf die Jagdsteuer sollte mit dem Kreisjägermeister und den Jagdpächtern im Regionalverband eine Vereinbarung getroffen werden, in der sich die Jäger verpflichten, auch künftig die bisher wahrgenommenen wichtigen Aufgaben, z. B. Entsorgung des gefallenen Wildes, eigenverantwortlich auszuführen
"Die Jäger leisten einen gesellschaftlich wertvollen Dienst für den Erhalt und die Pflege unserer Kulturlandschaft, dieses Engagement dürfen wir nicht noch mit einer "Strafsteuer" belegen.", so Etringer abschliessend.