Medizinische Versorgung in Zukunft besonders im Landkreis Merzig-Wadern gefährdet!

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Medizinische Versorgung in Zukunft besonders im Landkreis Merzig-Wadern gefährdet!

Anläßlich des aktuellen Bericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung , wonach bereits in 6 Jahren die ärztliche Versorgung im Saarland und ganz besonders in ländlichen Regionen gefährdet sei, fordert FDP- Kreischefin Marion Etringer: "Gerade der Landkreis Merzig-Wadern muss Bedingungen für Niederlassungen so attraktiv gestalten, dass junge Ärzte diesen Standort für ihre Niederlassung wählen!" Marion Etringer sieht eine zusätzliche Gefahr auch darin , dass sich immer mehr Ärzte im Landkreis in Richtung Luxemburg orientieren. "Schon heute gibt es Mediziner im Kreis, die eine Zweitpraxis in Luxemburg betreiben. Dort stehen die Ärzte vor wesentlich besseren Bedingungen, als sie diese bei uns vorfinden. Wenn noch mehr Praxen ihren Sitz nach Luxemburg verlegen, werden sie durch die günstigeren Voraussetzungen dort ihre Standorte im Kreis irgendwann ganz aufgeben!"

Dabei sei das Saarland, insbesondere der Landkreis Merzig-Wadern wenig attraktiv für neue Ärzte aus dem übrigen Bundesgebiet. "Wir brauchen junge Ärzte aus ganz Deutschland. Das Saarland genießt allerdings bei Praxisvermittlern und Interessenten als Standort für eine Niederlassung kein gutes Image. Es zeigt sich schon heute als außerordentlich schwierig, einen Nachfolger für eine Praxis zu finden", so Etringer. Ein weiteres Problem liege darin, dass es die Hochschulabsolventen immer häufiger in sogenannte "Bürojobs" ziehe, weil die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung für die Mediziner in diesen Bereichen wesentlich besser seien.

In den neuen Bundesländern gebe es mittlerweile Gemeinden, die Ärzten verlockende Angebote, wie z.B. mietfreie Praxen machen, damit überhaupt noch eine medizinische Versorgung gewährleistet werden könne. "Die Politik muss mit den Medizinern in Kontakt treten und gemeinsam überlegen, wie man dieser Entwicklung entgegenwirken kann, sonst müssen wir auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung in naher Zukunft Angst um die wohnortnahe medizinische Versorgung im Saarland haben!"

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