Medizinische Versorgung im Kreis Merzig-Wadern für die Zukunft sichern! |
Medizinische Versorgung im Kreis Merzig-Wadern für die Zukunft sichern!
-günstige Bedingungen für neue Niederlassungen schaffen-
Anläßlich des aktuellen Bericht der Kassenärztlichen Vereinigung im Saarland, wonach in 10 Jahren die ärztliche Versorgung im Saarland und ganz besonders in ländlichen Regionen gefährdet sei, fordert FDP Kreischefin Marion Etringer: “Gerade im Landkreis Merzig-Wadern müssen die Bedingungen so gut gestaltet werden, dass sich junge Ärzte wieder niederlassen!” Marion Etringer sieht eine besondere Gefahr darin, dass sich immer mehr Ärzte im Landkreis in Richtung Luxemburg orientieren. “Schon heute gibt es Ärzte im Kreis, die eine Zweitpraxis in Luxemburg betreiben. Dort stehen die Ärzte vor wesentlich besseren Bedingungen, als sie diese bei uns vorfinden. Wenn noch mehr Praxen ihren Sitz nach Luxemburg verlegen, werden sie durch die günstigeren Voraussetzungen dort ihre Standorte im Kreis irgendwann aufgeben!”
Auch sei das Saarland und insbesondere der Landkreis Merzig-Wadern wenig attraktiv für neue Ärzte aus dem übrigen Bundesgebiet. “Aus Erfahrungen aus dem eigenen Umfeld weiß ich, dass das Saarland bundesweit bei Praxisvermittlern und Interessenten einen schlechten Ruf genießt. Es zeigt sich schon heute als außerordentlich schwierig, einen Nachfolger für eine gut gehende Praxis zu finden”, so Etringer. Ein weiteres Problem liege darin, dass es die Hochschulabsolventen immer häufiger in sogenannte “Bürojobs” ziehe, weil die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung für die Mediziner dort wesentlich besser seien.
In den neuen Bundesländern gebe es mittlerweile Gemeinden, die Ärzten verlockende Angebote, wie z.B. mietfreie Praxen machen, damit überhaupt eine medizinische Versorgung gewährleistet werden könne. “Wenn wir in Merzig-Wadern dieser Entwicklung nicht gleich mit geeigneten Maßnahmen entgegenwirken, müssen auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung die Bürgerinnen und Bürger in naher Zukunft Angst um die wohnortnahe medizinische Versorgung haben.!”
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