Kinder stark machen

Pressemitteilungen >>

Kinder stark machen   PDF Drucken E-mail 
Aufklärung statt Verbote
 
Der am Donnerstag vorgestellte Drogen- und Suchtbericht 2007 zeigt einen besorgnisseregenden Anstieg bei den Alkoholabhängigen. Jeder Fünfte zwischen 12 und 25 Jahren greift demnach regelmäßig zur Flasche. "Besonders schlimm ist, dass die Jugendlichen beim ersten Ausprobieren von Alkohol immer jünger werden," erklärt die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar, Marion Etringer. Doch statt weiterer Verbote müsse mehr in die Aufklärung investiert werden.
 
"Ein früher Kontakt mit Alkohol kann  den ersten Schritt in einen Suchtkreislauf bedeuten. Wir, Politik und Gesellschaft, müssen massive Anstrengungen unternehmen, um eine Änderung dieses Verhaltens bei Jugendlichen herbeizuführen", argumentiert Etringer. "Vermehrte Aufklärung im Elternhaus, aber auch in Schulen und Freizeiteinrichtungen kann dabei helfen." Hilfreich könnten Aufklärungsveranstaltungen und die Diskussion mit gleichaltrigen Betroffenen sein, die leider bereits die schmerzhafte Erfahrung eines Alkoholentzugs mitmachen mussten. Die Liberalen sehen hierin eine große Chance, dass Jugendliche sich ernst genommen und nicht bevormundet fühlen. "Dann kommt die Problematik auch bei den Jugendlichen an", ist sich Etringer sicher.
 
Es mache keinen Sinn, weitere Verbote, wie zB. das Verbot von Flatrate-Partys zu diskutieren. Vielmehr sei es wichtig, die bestehenden Jugendschutzgesetze zu kontrollieren und Verstöße bei Gastronomen und Handel strenger zu ahnden. Die Entscheidung des Verbandes Deutscher Diskotheken, Anbietern von Flatrate-Partys mit Ausschluss aus dem Verband zu drohen sei sehr lobenswert, da hier auch  das Verantwortungsbewusstsein der Veranstalter gefördert werde.
 
In der Gesellschaft müsse  wieder eine Wertediskussion stattfinden. Vor allem aber seien aber die Eltern gefordert: "Der Erziehungsauftrag, den wir als Eltern haben, muss ernst genommen werden. Kinder brauchen Zeit, Zuwendung und eine sinnvolle Freizeitgestaltung, um erst gar nicht in den Versuch des Drogenkonsums jeglicher Art zu kommen",  fordert Etringer abschließend.

zurück
CMS by Website Baker
Released by itc4u