Keine Wiederbelebung der alten MBE-Trasse für den Personennahverkehr |
FDP Kreisverband Merzig-Wadern:
Keine Wiederbelebung der alten MBE-Trasse Losheim-Merzig für den Personennahverkehr
FDP Kreischefin Marion Etringer: "Strecke für Personenverkehr unwirtschaftlich und bürgerfern"
Die FDP im Kreis spricht sich gegen eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Losheim-Merzig aus. "Wir brauchen für ein Gutachten, wie es SPD und Grüne fordern, keine Steuergelder zu verschwenden. Um Pro und Contra zu diskutieren, genügt der gesunde Menschenverstand," befindet die FDP Kreisvorsitzende Marion Etringer.
Dabei überwiegen bei ihren Überlegungen die Argumente gegen eine Reaktivierung der Bahnstrecke für den Personenverkehr: "Wir müssen uns darüber klar sein, dass eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der alten MBE-Trasse das Wegfallen der Busverbindungen in dieser Richtung nach sich zieht. Denn beides parallel zu betreiben ist höchst unwirtschaftlich. Was machen dann aber z.B. die Bürger aus Rimlingen und Hausbach ? " fragt Etringer. Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung müsse man einen bedarfsorientierten öffentlichen Personennahverkehr gewährleisten, der auch älteren Menschen die Möglichkeit gibt, bequem die Ziele Losheim bzw. Merzig zu erreichen. Dies sei durch flexible Busverbindungen und Sammeltaxis zu schaffen. Etringer weiter:"Um die Wirtschaftlichkeit einer solchen Strecke zu betrachten, brauchen wir uns nur anzusehen, wie viele Menschen nachmittags im Bus sitzen. Außer den Schulbussen werden die Busverbindungen schon heute kaum mehr in Anspruch genommen."
Ein weiteres Gegenargument sei, dass sich z.B. der Bahnhof in Bachem in Privatbesitz befinde. Wollte man in Bachem eine Haltestelle einrichten, müsse man diese schon auf dem freien Feld aufstellen. Die Bahn überquere auf ihrem Weg zudem 13 mal die Straße. Hier eine sichere Verkehrsregelung zu gewährleisten, würde zum Einen enorme Kosten verursachen, zum Anderen würde dies die ohnehin schon schwierige Verkehrssituation in Richtung Merzig um ein Vielfaches verschärfen, da an den Bahnübergängen weitere Staus entstehen würden.
In Losheim, Bachem und Brotdorf sieht Etringer durch die Streckenführung der Bahn überdies eine Gefahrenquelle für die Bürger. "In Brotdorf und Bachem spielen die Kinder entlang der alten Bahnstrecke. Die Güterlok, die gelegentlich fährt, ist sehr langsam und gibt Warnzeichen, so dass Spaziergänger und spielende Kinder gewarnt sind. Dies ist bei einem regelmäßigen Personenverkehrszug in dieser Form gar nicht möglich. Es fallen damit idyllische und sichere Wander- und Spazierwege weg", so Etringer.
Alles in allem sei eine Aktivierung alter Bahnstrecken in einigen Regionen wohl sinnvoll, die Strecke Losheim-Merzig gehöre allerdings nicht dazu. "Wenn sich SPD und Grüne mit dieser Thematik profilieren wollen, nehmen sie besser ihre Verantwortung in den Räten wahr und setzen sich umweltpolitisch für die von der FDP geplanten Bioenergiebusse ein. Ein ÖPNV, der sich nach den Bedürfnissen der Bürger richtet, ist außerdem flexibel und kostengünstig und dies ist nicht mit der Reaktivierung einer zu recht stillgelegten Bahnverbindung zu machen", so Etringer abschliessend.
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