
„Auf Grund der Entwicklungen in den letzten Jahren, ist eine schnelle Verbindung zwischen Merzig und Luxemburg immer wichtiger geworden“, so die FDP Kreisvorsitzende Marion Etringer. Gerade wegen der vielen Pendler sei es wichtig, eine bessere Alternative zur Fahrt mit dem eigenen PKW anzubieten. „Wir brauchen hier mit Blick auf die CO2-Belastung eine schnelle Lösung. Diese kann daher nicht auf der Schiene liegen“, so Etringer weiter. Denn alleine schon auf Grund der Dauer von Planung und Bau bis eine neue Bahnstrecke Merzig – Luxemburg realisiert werden könne, sei die schienengebundene Variante des ÖPNV keine Lösung für die Bürger und die Umwelt. „Wir fordern daher eine Kooperation zwischen dem Saarland und Luxemburg mit dem Ziel dies zu einer Pilotstrecke für Bioenergiebusse zu machen“, so Etringer. Auch der liberale Europaabgeordnete aus Perl, Jorgo Chatzimarkakis, sieht darin die beste Lösung: „Klimaschutz hat jetzt topp Priorität in Europa, deshalb hat das Europäische Parlament auch Möglichkeiten geschaffen, solche Projekte, mit dem Ziel die CO2-Belastung zu senken, finanziell zu unterstützen.“ Wenn es zu einer Zusammenarbeit auf Länderebene kommen würde, gäbe es nach Aussage Chatzimarkakis die Möglichkeit für dieses Projekt Zuschüsse aus dem neuen Programm Interreg IVc, dem Regionalfond und CIP (Förderung im Bereich von intelligenten Energien) zu bekommen. „Ich sehe hier große Chancen, dass die Einrichtung einer Bioenergiebussverbindung gefördert werden würde. Außerdem würde ein solches Projekt uns als dem „grünen Landkreis“ gut zu Gesicht stehen“, so Chatzimarkakis weiter. Außer für den Klimaschutz sehen die Liberalen aus Merzig-Wadern auch noch einen weiteren Vorteil einer flexiblen Busverbindung. „Mit einem Bus könnten direkt - ohne Umsteigen - die zentralen Orte in Luxemburg, wie Flughafen, Kirchberg und Bahnhof angefahren werden“, so die Kreisvorsitzende abschließend.