FDP fordert den Erhalt der Kinderklinik in Merzig |
| Merzig. Der FDP-Landesauschuss hat in seiner Sitzung am Montagabend in Merzig nochmals den Erhalt der Pädiatrie in Merzig gefordert. Der Appell an die Landesregierung: eine gesicherte Fortschreibung der Merziger Kinderklinik über 2010 hinaus im saarländischen Krankenhausplan. Dass Gesundheitsminister Josef Hecken erneut (CDU) den Fortbestand der pädiatrischen Abteilung in Frage stellte, löste bei den Liberalen Unverständnis aus. "Die Pädiatrie ist zu 150 Prozent ausgelastet und außerdem der einzige Standort im Landkreis Merzig-Wadern, der eine pädiatrische und eine Geburtshilfeklinik vorhält", hielt FDP-Kreisvorsitzende Marion Etringer dagegen. Etringer befürchtete, dass nach einem möglichen Wegfall der Kinderklinik auch die Geburtshilfe Opfer von weiteren Sparplänen hätte werden können. Zudem sprach sich der Landeshauptausschuss in seiner Sitzung für den Einsatz von Bioenergiebussen von Saarbrücken nach Luxemburg aus, um die wachsenden Pendlerströme ins Großherzogtum besser in den Griff zu bekommen. Die Landesregierung forderten die Liberalen auf, kurzfristig Gespräche mit Vertretern aus Luxemburg aufzunehmen. Den geplanten Ausbau des Eisenbahnschienennetzes ins Großherzogtum lehnte die FDP zwar nicht kategorisch ab, gab aber zu bedenken, dass der Einsatz von Biobussen die schnellere und kostengünstigere Alternative sei. Die konkrete Forderung der Saar-FDP: Das Saarland soll in Kooperation mit Luxemburg eine Pilotstrecke für Bioenergiebusse einrichten. Hierzu soll im Vorfeld eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden, damit eine regelmäßige Verbindung für die Pendeler gewährleistet sei. Der Bioenergiebus soll dabei die Knotenpunkte Saarlouis und Merzig anfahren, wobei eine Anbindung an den Bahnhof Luxemburg, den Kirchberg und den Flughafen Luxemburg angedacht ist. Etringer schätzte die Kosten für die Umrüstung der Busflotte auf 50000 bis maximal 100000 Euro. Die Kosten für den Ausbau des Schienennetzes würden hingegen zwischen 300 und 500 Millionen Euro liegen, diese Ausgaben stünden in keiner Relation zum Bedarf der Bürger. Zurzeit pendeln täglich etwa 4100 Arbeitnehmer nach Luxemburg. Die luxemburgische Eisenbahngesellschaft CLF setzt aktuell eine Busverbindung ab Saarbrücken ein, die vier Mal täglich nach Luxemburg fährt. Ab Saarlouis gibt es zudem eine Linie der RSW, die im Stundentakt fährt und die umliegenden Ortschaften in einem engen Netz einbindet. Auch diese Linie soll auf die Biobusse umgestellt werden. | ||