Beschämende Ergebnisse für den Landkreis Merzig-Wadern im bundesweiten Vergleich |
Beschämende Ergebnisse für den Landkreis Merzig-Wadern im bundesweiten Vergleich
Marion Etringer: Defizite bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei der Bildung im Landkreis bekämpfen!
Laut der gestern veröffentlichten Studie des "Familienatlas Deutschland" schneidet der Landkreis Merzig-Wadern bei den Handlungsfeldern Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei der Bildung mit einem unterdurchschnittlichen Ergebnis besorgnisserregend ab. FDP-Kreisvorsitzende Marion Etringer: "Das wir bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Landkreis starke Probleme haben, haben bereits andere Studien gezeigt, wonach der Landkreis mit einem Versorgungsgrad von gerade mal 6,9 % bei den Krippeplätzen da steht. Was wir brauchen, ist ein zügiger Ausbau der Betreuungsplätze. Es muss überlegt werden, ob wir bei einem Unterangebot von Krippeplätzen nicht auch die Tagesmütter in die finanzielle Förderung aufnehmen sollten." Auch eine Gleichbehandlung bei der Finanzierung von betrieblichen und gewerblichen Betreuungsangeboten gegenüber den kommunalen und gemeinnützigen Trägern könne zur Verbesserung des Betreuungsangebots beitragen. "Bei unserer Struktur muss Betrieben die Möglichkeit gegeben werden, sich zusammen zu schließen, um gemeinsame Betriebskindergärten anzubieten. Hierzu benötigen die Unternehmen finanzielle Anreize und den Abbau bürokratischer Hürden. Die Studie zeigt, dass der Bedarf da ist", erklärt die FDP-Kreischefin. Außerdem könnten damit auch flexiblere Öffnungszeiten, z.B. für Schichtarbeiter angeboten werden.
"Das wir im Handlungsfeld Bildung ganz hinten liegen, ist beschämend. Hier ist auch die Landesregierung in der Pflicht, den Standort Saarland und ganz besonders Merzig-Wadern durch kleinere Klassen und ein ausgewogenes Schüler-Lehrer-Verhältnis aufzuwerten," fordert Etringer. "Die Grundschulschließungen haben nicht zur Qualitätsverbesserung beigetragen. In den Dependancen findet zum Teil in der Nachmittagsbetreuung keine Lehrerstunde mehr statt! Auch die großartig angekündigte Förderung von schwächeren und stärkeren Schülern im Rahmen der Förderstunden ist in der Praxis vielerorts nicht umsetzbar."
Eine verbesserte Kinder- und Familienfreundlichkeit mache zudem den Standort Merzig-Wadern auch für die Neuansiedlung von Unternehmen interessant. Hierdurch könnten neue Arbeitsplätze entstehen und damit auch zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.
"Wenn wir uns nicht sofort mit der Problemlösung des Ergebnisses der Studie "Familienatlas" beschäftigen, wird unser Landkreis immer weiter ausbluten. Familien mit Kindern suchen sich Standorte aus, an denen beste Bedingungen vorherrschen. Wenn unser Landkreis diese nicht vorhält, suchen sich die Menschen andere Orte! Wir müssen unseren Kindern und Jugendlichen Perspektiven bieten, denn darin liegt die Zukunft aller Bürgerinnen und Bürger im Landkreis", so Etringer abschließend.
Marion Etringer
Kreisvorsitzende FDP Merzig-Wadern
familienpolitische Sprecherin der FDP Saar
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