Ausbau der Kinderbetreuungsangebote dringend erforderlich |
Ausbau der Kinderbetreuungsangebote dringend erforderlich
-Projekt "Bündnisse für Familien" für den gesamten Kreis
Die UNICEF- Studie zur Kinderarmut habe gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf beim Ausbau der Kinderbetreuung bestehe. Deshalb müssten die Betreuungsangebote weiter ausgebaut werden. Dies gelte insbesondere für den Ausbau von Betreuung der unter 3-Jährigen in Kindergrippen oder durch den Aufbau eines Netzes von Tagesmüttern. Auch die Öffnungszeiten von Kindergrippe bis hin zur Ganztagsschule müssten flexibler gestaltet werden.
"Die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen liegen fast ausschließlich in den Kernarbeitszeiten zwischen 7:30 und 16:30. Die meisten berufstätigen Eltern sind wegen ihren flexiblen Arbeitzeiten und Schichtdiensten damit auf die Hilfe von Familie und Nachbarschaft angewiesen, wenn es darum geht, dass die Kinder versorgt sind. Gibt es dieses private Netzwerk nicht, kann eine eigenverantwortliche Versorgung der Familie durch ein Einkommen aus Berufstätigkeit nicht mehr gewährleistet werden," bemängelt die Kreisvorsitzende Marion Etringer..
Hierbei müsste zur Gewährleistung der Kostenübernahme erstens die von der Bundesregierung versprochene Umlage aus der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe an die Kommunen erfolgen. Zweitens könnten gerade in unserem ländlichen Bereich die Kindergärten und Grundschulen bei der Nachmittagsbetreuung zusammen arbeiten. Es gebe hier kein sinniges Argument, warum Kindergarten- und Grundschulkinder z.B. nicht gemeinsam Mittag essen sollten.
"Um hier ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, muss sich der gesamte Kreis Merzig-Wadern zusammensetzten und ein gemeinsames Projekt "Bündnisse für Familien" gründen", fordert Etringer. Merzig und Wadern wären zwar in der Planung eines solch begrüßenswerten Projekts, allerdings müsse man sich auf Grund der Größe des Kreises überlegen, hier eine Zusammenarbeit aller Gemeinden aufzubauen. "Hier ist nun die Initiative der Landrätin gefragt, die Mitarbeit des FDP Kreisverbandes bei diesem wichtigen Projekt hätte sie dabei sicher," bestätigt die FDP-Kreisvorsitzende.
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